KI & Agenten

KI, die im Betrieb bestehen muss.

Assistenzsysteme, Agenten und MCP-Integrationen für Unternehmen, die mehr wollen als eine Demo: nachvollziehbare Entscheidungen, klare Freigaben und auf Wunsch vollständig lokal, ohne dass Daten das Haus verlassen.

Keine Folien-Beratung. Ich baue und betreibe diese Systeme selbst, jeden Tag, mit meinen eigenen Daten.

Erst denken, dann prompten

Nicht jedes Problem braucht KI. Und fast keines braucht zehn Agenten.

Der schnellste Weg, mit KI Geld zu verbrennen: eine Agenten-Armada auf ein Problem loslassen, das ein sauberer Workflow gelöst hätte. Der zweitschnellste: aus Skepsis gar nichts tun. Ich arbeite mit einer einfachen Eskalationsleiter, bei der jede Stufe sich gegen die einfachere beweisen muss.

  1. 01Deterministisch, wenn möglichRegeln, Workflows und klassische Logik sind billiger, schneller und testbar. Vieles, was nach KI aussieht, ist ein Datenproblem.
  2. 02Ein Modell, ein klarer AuftragEin einzelner, gut geführter LLM-Schritt mit Verifikation löst die meisten echten KI-Fälle: Klassifikation, Extraktion, Zusammenfassung, Entwürfe.
  3. 03Werkzeuge statt WildwuchsTool-Zugriff, RAG und MCP-Anbindung, sobald das Modell echte Daten lesen und echte Aktionen vorschlagen soll.
  4. 04Mehrere Agenten, wenn verdientParallele Spezialisten für Review, Recherche oder Analyse sind mächtig, wenn Umfang und Anforderungen sie rechtfertigen. Als Startpunkt sind sie Organisations-Cosplay.

Komplexität ist kein Feature. Sie muss sich verdienen. Und bei den richtigen Anforderungen tut sie das.

Die falsche Analogie

Organisations-Cosplay: Agenten sind keine Belegschaft.

Menschliche Firmen sind hierarchisch organisiert, weil Menschen menschliche Grenzen haben: Niemand kann alles wissen, Aufmerksamkeit ist knapp, Verantwortung muss verteilt werden. Ein LLM hat diese Probleme nicht. Es hat andere: begrenzten Kontext, Fehler, die sich fortpflanzen, keinen eigenen Zustand zwischen den Schritten. Wer trotzdem eine Firma aus Agenten nachbaut, löst Probleme, die es nicht gibt, und erzeugt welche, die es vorher nicht gab.

01

Man baut eine Firma nach

CEO-Agent, Manager, Abteilungen: Die Struktur wirkt vertraut, also wirkt sie richtig.

02

Die Abstimmung beginnt

Jede Linie ist eine Übergabe in Prosa. Kontext geht verloren, Fehler wandern mit, und jede Station kostet Tokens und Latenz.

03

Der Umbau

Weg mit der nachgespielten Hierarchie. Ein LLM braucht keine Kollegen, es braucht klare Verhältnisse.

04

Klare Aufträge, isolierte Kontexte

Deterministischer Code orchestriert. Spezialisten arbeiten parallel, jeder mit eigenem Kontext, ohne geteilten Gruppenchat.

05

Am Ende entscheidet die Prüfung

Tests, Schemas und Policies verifizieren das Ergebnis. Was besteht, wird mit Beleg übernommen.

Wie es oft gebaut wird

Abstimmung ohne Informationsgewinn

  • Jede Übergabe presst Wissen in Prosa und verliert dabei Kontext.
  • Fehler gleichen sich nicht aus, sie multiplizieren sich mit jeder Station.
  • Koordination kostet Tokens und Latenz, erzeugt aber keine Information.
Was tatsächlich funktioniert
  • Regeln und Aufgaben sind explizit, nicht in Rollenspiel-Prompts versteckt.
  • Reviews laufen in isolierten Kontexten: unabhängige Urteile statt Gruppendenken.
  • Geprüft wird deterministisch, mit Tests, Schemas und Policies statt einem Manager-Agenten.

Menschen brauchen Hierarchie, weil Wissen und Verantwortung verteilt werden müssen. Ein Agentensystem braucht das Gegenteil: wenige, klar geschnittene Aufgaben, expliziten Zustand und Prüfungen, die nicht verhandelbar sind. Parallele Spezialisten haben ihren Platz, aber als Werkzeuge mit Auftrag, nicht als Kollegen mit Kalender.

Kontrolle ist das Feature

Agenten, die etwas dürfen, brauchen Regeln, die niemand umgehen kann.

Die Frage ist nie, ob ein Modell beeindruckende Dinge kann. Die Frage ist, was passiert, wenn es danebenliegt. Deshalb baue ich Agenten-Systeme nach Prinzipien, die im Code durchgesetzt werden, nicht im Prompt:

Policy statt Prompt

Was ein Agent darf, entscheidet eine versionierte Policy vor der Ausführung. Prompts können Regeln erklären, aber keine Rechte vergeben. Unbekannte Aktionen scheitern geschlossen.

Belege und Rückweg

Jede Aktion hinterlässt einen Beleg. Reversibles bleibt tagelang rückgängig machbar, Löschungen durchlaufen eine Quarantäne mit Wartezeit und Wiederherstellungspunkt.

Freigaben, wo es zählt

Mails senden, Geld bewegen, Infrastruktur ändern: Solche Aktionen kann ein Agent vorschlagen, aber nie selbst auslösen. Die Freigabe bleibt beim Menschen.

Datenzugriff vor dem Modell

Was ein Modell sehen darf, wird entschieden, bevor der Prompt entsteht. Deny-by-default: Nicht freigegebene Daten erreichen das LLM gar nicht erst.

Wie ernst das gemeint ist? In meinem eigenen Agenten-System ist eine komplette LLM-Integration deaktiviert, bis sie sich genauso beweisbar einsperren lässt wie die übrigen. Ein Feature abzuschalten, weil die Sandbox noch nicht dicht genug ist, ist unbequem. Und genau der Grund, warum man einem System vertrauen kann.

Was ich anbiete

Drei Wege, KI in dein Unternehmen zu bringen.

KI-Features in bestehender Software

Assistenz, Klassifikation, Content-Generierung und Vision direkt in deinem Produkt oder internen System, mit Kostenkontrolle, Fallbacks und Leitplanken.

RAG · Assistenten · Vision · Übersetzung

Agenten & MCP-Integrationen

Agenten, die mit deinen echten Systemen arbeiten: eigene MCP-Server für deine Daten und Tools, Orchestrierung, Freigabe-Workflows und Audit-Trail.

MCP-Server · Tool-Design · Orchestrierung · Policies

Lokal & DSGVO-konform

Wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen: lokale Modelle auf eigener Hardware, lokale Vektorsuche, lokale Sprachverarbeitung. Cloud nur da, wo du es entscheidest.

Ollama · MLX · Qdrant · Whisper

Aus dem Labor

J.A.R.V.I.S.: der Agent, an dem ich das alles teste.

Ein Assistent mit vollem Zugriff auf Mail, Projekte, Kalender und Wissen. Möglich, weil alles auf eigener Hardware läuft und nichts die Maschine verlässt. Kein Produkt, sondern mein Labor: Hier entstehen die Muster, die in Kundensysteme gehen, nachdem sie sich im Alltag bewiesen haben.

Code-Review · QA · Security · Architektur · Debugging · Anforderungen · Dokumentation · Root-Cause-Analyse

Läuft täglich mit echten Kunden- und Projektdaten, gerade weil sie lokal bleiben.

LokalModelle, Vektorsuche und Sprache auf eigener Hardware
106 Toolsim eigenen MCP-Server für Claude, Codex & Co.
8 Spezialistenparallele Review-Agenten mit klaren Rollen
Policy-EngineBelege, Undo, Quarantäne, explizite Freigaben
Jarvis System Map: Live-Ansicht der Pipeline mit Policy-Gate, Reasoning Core, lokalen Modellrollen und Tools
Die Live-Systemkarte aus dem Jarvis-Workspace: Policy-Gate mit Default-Deny, alle Modellrollen lokal über Ollama und MLX, 48 interne Tools. Und unten rechts der Frontier-Adapter: bewusst deaktiviert.

Wissen weitergeben

Vorträge & Schulungen, die enthypen statt verkaufen.

AI 101

60 Minuten Grundlagen für Teams ohne ML-Vorwissen: was KI kann, wo sie versagt und eine Checkliste für verantwortungsvollen Einsatz.

AI Overengineering

Warum mehr Agenten selten mehr Ergebnis bedeuten: der minimale zuverlässige Agenten-Loop und die Eskalationsleiter, bevor Rollen dazukommen.

Agentic Coding

Live-Demo, wie agentisches Arbeiten im Entwicklungsalltag wirklich aussieht, mit Verifikation statt Zirkus.

Formate für Unternehmen, Teams und Hochschulen, auf Deutsch oder Englisch.

Neu im Wissen

EU AI Act: Wann müssen KI-Bilder und KI-Texte gekennzeichnet werden?

Ein EU-weiter Praxisleitfaden für Unternehmen mit fiktionalen Bildbeispielen, Checkliste, KI-Kompetenz und offiziellen Quellen.

Leitfaden lesen

Der Einstieg

KI-Standortbestimmung: in zwei Wochen wissen, was sich lohnt.

Wir gehen deine Prozesse durch, und du bekommst eine priorisierte Liste konkreter KI-Anwendungsfälle: mit ehrlicher Einschätzung, wo KI das falsche Werkzeug ist, einer Cloud-oder-lokal-Empfehlung inklusive DSGVO-Folgen und einem Umsetzungsplan mit Aufwänden. Festpreis, klares Ergebnis, kein Abo.

Standortbestimmung anfragen

Wenn sich nichts lohnt, steht auch das im Ergebnis.